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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Heiliger Franz von Assisi gehören.

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Bild: Franz von Assisi, siehe [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

St. Bonifatius in Schopp

Friedhofstraße 2
67707 Schopp

Kirchengeschichte

Mit der Ausbreitung der Reformation in der Kurpfalz verschwand zunächst im Holzland das katholische Bekenntnis ganz. Erst mit Zusicherung der Religionsfreiheit nach dem 30-jährigen Krieg kamen wieder Katholiken, deren Betreuung (cura) 1698 dem Pfarrer von Horbach übertragen wurde. Im Jahre 1754 wurde in Heltersberg eine kath. Kirche errichtet. Von diesem Zeitpunkt an - bis in unser Jahrhundert - gehört Schopp zur Pfarrei Heltersberg.

Mit der katholischen Kirchengemeinde Krickenbach bestehen schon lange geschichtliche Bindungen. Seit es erwähnt wird, gehörte es zur kath. Pfarrei Horbach. Die alte Peterskirche war Mutterkirche eines großen Landstriches. Von 1930 an wurde die Seelsorge in Krickenbach von dem Hilfsgeistlichen in Schopp ausgeübt. 1947 wurde Krickenbach der katholischen Kuratie Schopp angegliedert, die ihrerseits noch zur Pfarrei Heltersberg gehörte.

1920 begann das Leben der Kirche in Schopp ganz im christlichen Sinne mit einem Geschenk: Die Brüder Karl und Georg Diedrich überließen ihren 1891 erbauten Pferdestall samt Gelände der Kirchengemeinde. Er wurde in diesem Jahr zur Kapelle St. Bonifatius umgebaut. Gleichzeitig wurde die Kuratie Schopp geschaffen. Die Kapelle hatte eine Fläche von 4,50 x 10,00 m einschl. Chor.

1933 Pirmasenser Zeitung am 16. 12: „Am morgigen Sonntag wird die durch eine Erweiterung der Kapelle geschaffene neue Kirche für Schopp und Krickenbach eingeweiht. Die alte Kapelle hatte eine nutzbare Fläche von 4,5 x 10,0 m einschließlich Chor. Das war für die 550 Seelen von Schopp und Krickenbach ein zu kleiner Raum. An den hohen Festtagen waren oft 200 Gläubige in diesem kleinen Raum zusammengepfercht. Dieser unhaltbare Zustand konnte leider die ganzen Jahre nicht geändert werden, da die Kirchengemeinde außerordentlich arm ist. Anfänglich wurde die Kirchengemeinde Schopp und Krickenbach in der alten Kapelle von Heltersberg aus pastorisiert. In den letzten 6 Jahren wurde daselbst eine Expositur errichtet. Seine Exzellenz, der Hochwürdige Bischof von Speyer, dem diese engen Verhältnisse in Schopp und die Dürftigkeit der armen Gemeinden Schopp und Krickenbach bekannt waren, ermöglichte nun in diesem Jahre die Erweiterung.

Er konnte aber nur ganz bescheidene Mittel in Anbetracht der trostlosen wirtschaftlichen Verhältnisse im Allgemeinen zur Verfügung stellen. 3000 Mark wurden so für die Erweite¬rung der alten Kapelle ohne die innere Ausstattung zur Verfügung gestellt. Dem Architekten Josef Uhl in Pirmasens wurde die Aufgabe gestellt, mit diesen geringen Mitteln eine Erweiterung zu schaffen, die den Bedürfnissen jetzt und für spätere Jahre Rechnung trägt. Es ist ihm gelungen, mit diesen geringen Mitteln eine Nutzfläche von rund 70 qm anzubauen, so dass nun mit der Fläche des alten Kapellchens insgesamt 240 bequeme Sitz- und Stehplätze geschaffen wurden. Das Kirchlein, das sich reizend in das Landschaftsbild einfügt, bildet zusammen mit dem Pfarrhaus eine glückliche Gruppierung. Der Herr Pfarrer hat für die Inneneinrichtung mit edlen Stiftern gerechnet, denn er hat einstweilen Kanzel, Altar, Kommunionbank, Empore und eine Kirchenheizung geschaffen.

Der Chor, welcher durch eine Rundung in Verlängerung der Hauptschiffswand durchläuft, ist nicht besonders von dem Schiff abgeteilt. Der Hochaltar ist aus den bekannten Schopper Sandsteinen ausgeführt. Auch der Tabernakel konnte bereits zur Ausführung gelangen. Hierfür hat sich ein edler Stifter (Arnold aus Krickenbach, Mitglied des Kirchenausschusses) gefunden. Der Innenraum, der im Übrigen den Kosten entsprechend sehr schlicht, jedoch außerordentlich wirkungsvoll zur Geltung kommt, stimmt zur Andacht. Wir freuen uns mit, dass es der Kirchengemeinde unter den schwierigen Verhältnissen gelungen ist, ihr Kirchlein so zu erhalten, dass es allen Anforderungen entspricht.“

Wegen Baufälligkeit musste auch diese Kirche ersetzt werden. Sie wurde komplett abgerissen.

1967 am 31.1. beschließt die Ortsgemeinde Schopp zu den Erstehungskosten der Kirche einen Zuschuss in Höhe von 30.000 DM zu gewähren. Das hieß auch, dass die von der öffentlichen Hand bezuschussten Arbeiten mehrwertsteuerfrei waren. Ein weiterer Glücksfall!

1969 am 24.3. gewährt das Bischöfliche Ordinariat insgesamt 258.000 DM für den Kirchenneubau.
Dabei werden Eigenleistungen von 40.000 DM erwartet.

1969 bereits am 2.11 erfolgte die Grundsteinlegung – durch Domkapitular Schwarz und Dekan Emanuel, in Anwesenheit von Pfarrer Dein und Pfarrer Langhäuser.

1970 am 19. Mai genehmigt das Bischöfliche Ordinariat, die Ausgestaltung der Kirche an Herrn Karl-Heinz Deutsch aus Jockgrim zu vergeben. Die Kosten hierfür hätte die Kirchenstiftung Schopp zu tragen. „wir machen darauf aufmerksam, dass unbedingt die wichtigsten Teile der Inneneinrichtung, wie Beleuchtung, Heizung vor allen Anschaffungen erstellt werden soll. Für 18.000 DM fertigt der Bildhauer Ambo, Tabernakel, Taufstein, Apostelleuchter, Kreuzweg, Sedilen und Eingangstür. Nach dem Rat des Bischöflichen Ordinariats wurde somit der Innenraum als Ganzes gestaltet und ihm eine künstlerische Einheitlichkeit gegeben, zumal die Architektur der Fertigteilkirche sehr einfach gehalten ist. Orgel und Glocken mussten zurückgestellt werden.

1970 am 25. Oktober, wurde die Weihe der Kirche St. Bonifatius von Bischof Dr. Wetter vorgenommen. Es konzelebrierten Dekan Meckes „Im Glauben das Angebot Gottes ergreifen“, diese Worte aus dem Markusevangelium standen über der Predigt. Der Bischof dankte den vielen Bürgern, die halfen, auch der Ortsgemeinde für die Spende von 30.000 DM, die zur Innenausstattung verwendet wurde. Als Zeichen der Ökumene waren die Katholiken während der Bauzeit über ein Jahr lang Gäste in der prot. Kirche, wofür sie sehr dankbar waren.

Die neue Kirche wirkt auf den ersten Blick recht nüchtern, doch die mit Beton ausgeführten Teile, Altar, Ambo, Taufbecken, Kreuzweg usw., vom renommierten Künstler K.-H. Deutsch aus Jockgrim gestaltet, haben eine starke Aussagekraft. (K.-H. Schauder, Landstuhl, in seinem Artikel über unsere Kirche)

Kirche geöffnet

Die Kirche St. Bonifatius Schopp ist geöffnet an allen Tagen außer dienstags und donnerstags von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr. Herzliche Einladung zum Beten, Verweilen in Ruhe, zum Anzünden einer Kerze.

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